LESESESSEL KULTURLOKAL ONO BERN

Mittwoch, 23. März 2022, 20 Uhr

Mit Texten von Noemi Somalvico und Iris Gerber

Klaviermusik: Iris Gerber
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AUSSTELLUNG <EGBERT MOEHSNANGS ZEIT / SCHAFFEN IM KÜNSTLERHAUS POSTGASSE BERN>

Im Haus, in dem der Künstler Egbert Moehsnang (1927 – 2017) über zwanzig Jahre wohnte und arbeitete, zeigen wir - Nurja G. Ritter (Kunsthistorikerin) und ich - in einer Einzelausstellung an diesem Ort entstandene Werke. Mittels Zeichnungen und Skizzen, aber auch Gemälden, zum grossen Teil noch nie gezeigte Arbeiten, fokussieren wir Zeit und Ort, zeigen Moehsnangs früh eingeschlagenen, autodidaktischen Weg in die Abstraktion, der in ein breites Werk führte und u.a. im Bernischen öffentlichen Raum und in der Sammlung des Kunstmuseums seinen Niederschlag fand. Die Ausstellung zeigt Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälde, die in der Zeit zwischen 1950 bis 1970 entstanden sind.

Nach der erfolgreichen Überblicksausstellung in der Galerie SOON in Bern 2017 und zwei sich auf sein druckgrafisches Werk fokussierende Ausstellungen im Kunstmuseum Bern 2008 und in der Galerie Kornfeld 2007, legt diese Ausstellung den Fokus erstmals nach seinem Tod auf die 1950er und 1960er Jahre und damit der Zeit der Festigung seines Stils. .

Die Ausstellung wird mit einem umfangreichen Vermittlungsprogramm begleitet werden: Führung mit Besichtigung der Räumlichkeiten des Künstlerhauses, Spaziergang entlang den Spuren Moehsnangs in der Berner Altstadt, Filmvorführung von Urs Kohlers, Heidi Ueltschis und Susanna Brändlis Film <Moehsnang>, Gespräch mit einem engen Freund Moehsangs.

Ort: Postgasse 20, 3011 Bern / Datum: Vernissage 5. Mai 18 Uhr (Ergänzungen folgen)

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play and play and play it again .... am toypiano
Erlacherhof, Junkerngasse, 3011 Bern
23. Oktober 2022, 17Uhr
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Ab April 2021 - das Angebot läuft: aktuell mit Kurtag/Cage/Feldman
Anfrage/Anmeldung auf gerber.iris@gmx.ch

HEIMSPIEL

KLAVIER FÜR 2-6 GÄSTE

Ich spiele :

Bei mir zuhause / du bist mein Gast / du nimmst einen weiteren Gast mit, gern auch zwei Gäste / ich gestalte das Programm aus ‘meiner’ Musik, also aus der Moderne. Da kann auch mal was Früheres dazugehören.

Wann :

Wir sprechen uns ab.

Du kannst haben :

Ein massgeschneidertes Konzert* / eine Überraschung** /einen Workshop*** / ein Thema****

*Vielleicht liebst du die Musik von Erik Satie. Also gestalte ich ein Programm mit etwas Satie, nehme dazu zum Beispiel noch John Cage, weil sich dieser auf jenen bezog, nehme noch Henry Cowell mit, weil der wie auch Cage die Klangerweiterung auslotete, nehme noch Hans Otte dazu, weil sein eines Stück hier so gut dazu passt. Vielleicht liebst du aber eher Feldman?

**Du gehst nicht nach Programm vor, möchtest einfach mal kommen. Sehr gut. Du möchtest gern Unerhörtes kennenlernen und lässt dich überraschen. Also ich denke mir was aus. Da kommt mir schon mein Toypiano in den Sinn, mal schauen…

***Kann sein etwas leicht Szenisches, kann sein etwas mit deiner Mitaktion, kann sein wir zerfleddern ein Stück von Satie und setzen es neu zusammen, kann sein ein gesprochenes Stück Musik, kann sein wir präparieren den Flügel. Präparieren? Ja, kann sein.

****Präparieren eben wäre so ein Thema. Vom Spiel in den Saiten ist auch eines. Warum minimal so maximal tönt, ist eines, und eines ist: Musik am Rand zur Stille und für 4 Minuten 33 Sekunden drüber hinaus. 

Und dann :

Nach rund einer Stunde Musik gibt es einen Wein oder Tee.

Schlussendlich :

Ein Heimspiel hat keinen Preis. Ich freue mich über ein freiwilliges Hutgeld, wofür ich herzlich danke. Mein Hut ist rot und hat Pailletten.

Ich freue mich, wenn du kommst, und freue mich, wenn du wieder kommst.

Zuschrift an: gerber.iris@gmx.ch         Danke!


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BLÄTTERN IM KOPFKISSENBUCH

Sei Shonagon, Japan, ums Jahr Eintausend
Iris Gerber Ritter, Schweiz, ums Jahr Zweitausend
EINE BEGEGNUNG

Mit Zeichnungen aus dem Begleitbuch einer Japanreise von Esther Hirschi
Edition bianchi-neri
ISBN 978-3-033-08190-1
gerber.iris@gmx.ch
67 Seiten, Heftbindung, mit separatem Einband
Fr. 32

Eine Frau in Japan, eine Frau in der Schweiz. Sei Shonagon und ich. Eintausend Jahre, zwei Kontinente und ein Kaiserhof, eine unterschiedlich ausgerichtete Kultur und Philosophie liegen zwischen uns. Sei Shonagon schrieb ihr Kopfkissenbuch ab dem Jahr 996, mehr als eintausend Jahre sind zwischen uns.
Und doch, wenn wir, Sei und ich, uns in Schriftlichkeit gegenüberstehen, zeigt sich, dass wir ähnliche, ja vielfach gleiche Gedanken haben, von Gleichem sprechen, dass unsere Wünsche sich decken, unsere Ansichten sich ähneln, Beobachtungen sich entsprechen, trotz der eintausend Jahre seit ihrem Schreiben und jetzt meinem: Eine Gegenüberstellung, ein Kulturaustausch, Ansichten eines/zweier Frauenleben/s; leichtfüssig und keck, analytisch und psychologisch, exemplarisch und individuell.



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A TRACEABLE LINE
VINCENT O. CARTER - EINE AUSSTELLUNG ZUM ZEICHNERISCHEN WERK DES AUTORS VON 'THE BERN BOOK'

im künstlerhaus postgasse 20 / 3011 bern / 10.-12. / 17.-19.9.2020 ZUR AUSSTELLUNG ERSCHEINT EIN KATALOG

kuratiert von IRIS GERBER / NURJA RITTER / LISELOTTE HAAS
alle informationen auf: www.kuenstlerhaus-postgasse.ch
Katalog: 55 Seiten mit 40 Abbildungen von Carters Werken, Foto und Texten, broschiert, Glanzpapier, Fr.28
Lieferbar über: ausstellung@kuenstlerhaus-postgasse.ch



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CD KLAVIER SOLO  -  LIVE IN WIEN NR.6
Peter Gena - Stabiles (1976), Valse (1977)
Sofia Gubaidulina - Adagio (1965)
Rodion Schtschedrin - Album für die Jugend (1981)
Emmanuel Nunes - Litanie du feu et de la mer (1969)
Mitschnitte von meinen Konzerten in der Alten Schmiede in Wien
Erhältlich über gerber.iris@gmx.ch / Preis Fr.15 ggf. plus Porto

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VERGANGENES

DIARY SLAM IM KUNSTMUSEUM
5 AUTOR/INNEN LESEN AUS IHREN TAGEBÜCHERN - IM ZUSAMMENHANG MIT DER AUSSTELLUNG JOHANNES ITTEN: ART AS LIFE
28.1.2020  19 UHR
Ich lese aus meinem über 12 Jahre entstandenen 'Zugbuch'


KONZERT IM ONO BERN
Kramgasse 6
MATINEE AM SONNTAG 25.NOVEMBER 11:15 UHR
SOLO AM KLAVIER UND TOYPIANO

Drei Namen, die der Komponisten. Um die gehts. Nein, um die gehts nicht, egal, von wem die Musik geschrieben ist. Es geht um die Musik. Die könnte sein von Satie, Cage, Otte. Glücklicherweise von Satie, Cage, Otte, es sind wunderbare Kompositionen. Ein Konzert ist eine eigene Komposition, und meine Komposition will den Klang, dessen Addition, Multiplikation, seine Potenzierung, will die Resonanz, das was entsteht im Klavier, was das Klavier entwickelt wenn die Saiten ins Schwingen kommen, was es daraus mischt und durch sich selbst bereichert zurückgibt. Wellen sinds, Farben, Landschaften, wenn denn solche Begriffe erlaubt wären, als Behelf vielleicht, um zu benennen, es zu versuchen zumindest, womit die innere Fantasie in Bewegung kommt. Für die einen sinds Wellen, Farben, Landschaften, für andere sinds Erzählungen, ists im grossen Klang schwingende Ruhe, ists Musik. Meine Musik ist von Satie, Cage und Otte. Das Toypiano mischt ein Lächeln dazu.


WIEN
LESUNG AUS 'AUGUSTOS FÜSSE'
STUWERVIERTEL GRÄTZELFEST, AM VORGARTENMARKT
14.9.2018
AB 16 UHR

BÄRNER LITERATURSCHIFF
Samstag, 26. Mai 2018, 10 - 13 Uhr
(siehe www.bsv-bern.ch)
Organisiert durch den Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein
Lesungen von Karin Bachmann, Walter Däpp, Domenico Gottardi, Frieda Stauffer, Hans Jürg Zingg unnd Iris Gerber



DAS SCHÖNE KONZERT
Werke von Arnold Schönberg, Avi Schönfeld, Ruth Schönthal, Erzebet Szönyi und Morton Feldman
27.4.2018, 19 Uhr
Alte Schmiede, Schönlaterngasse 9. 1010 Wien




AUSSTELLUNG  / TEXTINSTALLATION
DAS KOPFKISSENBUCH DER SEI SHONAGON - eine Textbrücke über eintausend Jahre und zwei Kontinente. Sei Shonagon, Japan, ums Jahr 1000 und Iris Gerber Ritter, ums Jahr 2000 blättern im Kopfkissenbuch.

Vernissage am 2. November 2017 um 17 Uhr
Ausstellung am 3. und 4. November 2017 von 16 bis 19 Uhr
Galerie im Künstlerhaus, Postgasse 20, 3011 Bern


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Fotos: R.Eichenberger, Herzogenbuchsee




KONZERT IN DER ALTEN SCHMIEDE IN WIEN  -  IM RESONANZRAUM SKRJABINS
2. Juli 2017
Werke für Klavier Solo von Alexander Skrjabin, Olivier Messiaen, Tristan Murail, Amr Okba und Toru Takemitsu

LESUNG AUS 'NACHTWERK - HOMMAGE AN EINE KOMPONISTIN' (Zytglogge Verlag)

Samstag, 25. März 2017, 17 Uhr
Hochfeldstr.6, 3012 Bern
Lesung und Musik: Iris Gerber
Aufführung von Klavierwerken von Margrit Zimmermann

Eintritt frei!


LESUNG AUS 'AUGUSTOS FÜSSE'

Dienstag, 4. April 2017, 19.30 Uhr
Regionalbibliothek Langnau i. E.
Dorfmühle
Dorfstr.22
3550 Langnau
Lesung und Musik auf dem Toy Piano: Iris Gerber
Eintritt frei!


Konzert in der Alten Schmiede, Wien

Samstag, 28.1.2017, 16 Uhr

Schönberg und die russische Avantgarde

Pro­gramm: Ga­li­na Ust­wols­ka­ja Prä­lu­di­en, Al­fred Schnitt­ke Fünf Apho­ris­men, Va­ria­tio­nen über ei­nen Ak­kord, Ar­nold Schön­berg Kla­vier­stü­cke op. 11 und op. 19. Mit IRIS GERBER (Kla­vier)

Ar­nold Schön­berg als Vor­den­ker der Neu­en Mu­sik und sein Ein­fluss auf die rus­si­sche Avant­gar­de ist das The­ma des Kla­vier­abends der Ber­ner Pia­nis­tin Iris Ger­ber. Sie spielt Wer­ke von Ga­li­na Ust­wols­ka­ja (1919 – 2006), ei­ner Schü­le­rin Schosta­ko­witschs, und Al­fred Schnitt­ke (1934 – 1998), ei­nem so­wje­ti­schen Wol­ga­deut­schen, der durch Opern-, Film- und Or­ches­ter­kom­po­si­tio­nen in­ter­na­tio­nal be­kannt wur­de. Sie stellt den Rus­sen Schön­bergs »Schlüs­sel­wer­ke«, die Kla­vier­stü­cke op. 11 und op. 19, ge­gen­über. Opus 11 ist 1909 ent­stan­den und zeigt, wie Schön­berg die alte the­ma­ti­sche Ar­beits­wei­se im Sin­ne der Trans­for­ma­ti­ons­tech­nik Franz Liszts und der letz­ten In­ter­mez­zi von Brahms wei­ter­führt; bei den Kla­vier­stü­cken op. 19 von 1911 ver­such­te Schön­berg sei­ne Idee »mu­si­ka­li­scher Pro­sa« um­zu­set­zen. KHR

Wien, 1. Bezirk, Schönlaterngasse, Alte Schmiede


ZWEITE BUCHVERÖFFENTLICHUNG IM NOVEMBER 2016!
Augustos Füsse vereint in sich Erzählungen, Lyrik und Prosagedichte.
Dreiundzwanzig voneinander unabhängige Texte sind zu einer Sammlung zusammengestellt, die thematisch, müsste denn ein übergeordneter Begriff genannt werden, ums hier sein heisst dort sein können kreisen, also um mein Pendeln Bern-Wien beispielsweise, oder um Aufenthalte an geografisch benennbaren Orten, aber auch und vielmehr von solchen erzählen, die im Schwebenden und nicht ganz Fassbaren bleiben. 

Ein Ausschnitt aus der titelgebenden Erzählung:
Augusto ist weg, abgefahren mitsamt dem Möbelanhänger. Als wir vor dem Haus miteinander sprachen über Rom und die Kreuzung bei der Quo Vadis Kapelle dünkte mich so klar wohin er ging. Ebenso klar, dass wir uns dort an eben dieser Kreuzung sicher über kurz oder lang begegnen würden, wie man sich immer über kurz oder lang wieder begegnet war durch die vergangenen Jahre, und die Namen Cesti Pyramide, Via Appia Antica, le mura machten Rom so nah und waren Adresse genug.
Aber wie Augusto weg war, war auch Rom wieder weit weg, selbst für Neujahrswünsche unerreichbar weit. Hätte denn die Anschrift genügt: Augusto in einem Gärtnerhaus an einer der südlichen Ausfallstrassen Roms, vor nicht allzu langer Zeit dorthin zurückgekehrt?
Nochmals später, Augusto war schon lange weg, kam ich wieder nach Rom, war auch wieder in der Piramide Bar und im Biondo Tevere an der südlichen Strasse Richtung Ostia, und sah auf dem Stadtplan die Chiesa Domine Quo Vadis und das Gewirr der Strassen rundum. In unseren Gesprächen vor dem Möbelanhänger damals gab es eine Strasse, dann die Kirche und vor ihr die Teilung in die vier Gabelungen, weiter nichts, ausser Augustos Gärtnerhaus irgendwo dort.
Aus der Weite war alles so klar und einfach gewesen!
Hätte ich Anwohner nach Augusto fragen sollen, in einem Gebiet, das sich über Kilometer erstreckt? Hätte ich ihn beschreiben sollen: Nicht sehr gross, buschige Augenbrauen und füllige Locken, immer fröhlich gestimmt, grüsst mit winkender Hand, spricht deutsch, wenn auch nicht so gut wie italienisch? Nicht sehr spezifische Suchbegriffe diese Locken und seine Körpergrösse, und warum hätte ihn hier denn schon jemand deutsch sprechen gehört?
Genaueres, Nachname beispielsweise.
Augusto, ich weiss nicht mehr, das hatte immer genügt, er war nicht ein Signor così e così.

Dieser Erzählung folgen: Der alte Schlossgärtner / Hiersein heisst dort sein können 1 und 2 / Ostwärts – bis zum 13. Kapellchen / Gleiche Tage / Pendeln / … für den der heimlich lauschet / Widerspiegelungen im Budapester Kavehaz / Über Tage ostwärts fahren / In Wien / Anderswo / In zwei Welten / Zweifel / Melancholie / Warten / Nachts sich verknüpfen / In den Ruinen von Oudna / Prager Efeu / Wiederkehrendes Venedig 1 und 2 / Auf dem Lande / New York, Chelsea Hotel, Zimmer  712

Augustos Füsse. Erzählungen - Lyrik - Prosagedichte
Edition bianchi-neri Bern / Wien
November 2016 / 84 Seiten, broschiert / ISBN 978-3-033-05890-3
Preis CHF 22 im  Buchhandel oder direkt über Gerber.Iris@gmx.ch